Die letzten zwei Tage haben wir uns in Battambang bei meinem Bruder entspannt. Marktbesuche, Besichtigung seiner Arbeit und lecker Essen gehen.
Und einen Kochkurs haben wir auch gemacht. Dafür sind wir erst auf dem Markt einkaufen gegangen und haben dann drei Gerichte gekocht. Super Lecker!
Und morgen gehts ja auch schon auf Tour.
Nach dem Aufstehen ging es mit dem Bus Richtung Battambang meinen Bruder besuchen.
Nach 6 Stunden auf nicht ganz so gut ausgebauten Straßen kann einem der Hintern schon ganz schon weh tun. Claudius erste eigene Wohnung sieht super aus. Es ist zwar alles noch etwas provisorisch, es ist für die Verhältnisse hier schon eine der besseren Wohnungen. Er bewohnt sie mit einem anderen freiwilligen zusammen. Da der aber gerade nicht da ist, können wir umsonst übernachten. Welch eine Wohltat für die Urlaubskasse.
Abends sind wir dann noch Rollerfahren gegangen. Zum Glück ist in Battambang weniger Verkehr und es war schon abends. Wie habe ich es vermisst.
Nach einer Diashow von Claudius Urlaubsbildern haben wir dann abends bei einem Bier beschlossen zwei Tage länger hier zu bleiben damit ich mir zusammen mit meinem Bruder noch eine richtige Enduro ausleihen kann und wir eine zwei Tagestour in die Kardamon Mountains machen. Marleen kann die Zeit auch gut für sich nutzen um in Ruhe Ihre Hausarbeit zu schreiben.
Als erstes ging es heute Morgen zu den Killing Fields wo während des Pol Pot Regimes die Gefangenen aus dem berüchtigten Gefängnis 21 hingerichtet wurden. In der Mitte stand ein großer Turm wo einige der geborgenen Schädel gezeigt wurden. An manchen könnte man die Todesursache erkennen. Ein Schlag auf den Kopf mit einem stumpfen Gegenstand.
Nach dieser sehr bewegenden Stätte sind wir erstmal wieder zurück zum Hotel. Danach bin ich noch ein wenig alleine Stadt erkunden gefahren. Hinten auf einem Moto (Roller) bin ich erst zum Russian Market gefahren. Das ist ein riesiges Gebäude das mit Marktständen voll gestopft. Die Gänge waren ziemlich eng, es war stickig und ein Stand neben dem nächsten. Also genauso wie das Leben hier. Und man bekommt alles. Da gab es Gänge nur mit Rollerteilen. Und es war alles vollgestopft wie bei den Ludolfs.
Danach bin ich zum Zentral Market gefahren. Dort habe ich das erste mal hier einen richtigen Fischmarkt gesehen. Haufenweise Krabben, Garnelen und Aale lagen dort in Schüsseln. Die Fische hingen an Ständern und wurden vor Ort entschuppt und ausgenommen. Und es waren überall Fliegen. Kambodscha ist halt noch ein Entwicklungsland. Mit einem deutschen Markt kann man das nicht vergleichen.
Abends sind wir noch zum Nachtmarkt gefahren, aber der war dann doch sehr touristisch. Zurück sind wir dann gelaufen. Natürlich nicht ohne bei dem Markt direkt bei uns vor der Tür noch etwas zu Essen.
Endlich mal ausschlafen. Leider konnte Marleen das nicht nutzen. Sie lag die halbe Nacht wach und Ihr war kotzübel. Nach ein paar Bananen zum Frühstück ging es dann aber halbwegs wieder. Dann sind wir zum Orussey Market gegangen. Nach dem Kauf von einem Paar Flip-Flops sind wir dann ins Chez Mama zum Mittagessen. Burger mit Pommes und Spagetti Bolognese.
Danach sind wir zum Wat Phnom, nach dem Phnom Penh benannt ist, gefahren. Dieser Tempel liegt zwar mitten in einem Kreisverkehr, aber es ist unerwartet ruhig und richtig grün. Von dort sind wir dann zum Tonle Sap River gegangen. An der Uferpromenade sind dann bis zum Royal Palace gegangen. Von unterwegs konnte man auch schon die Mündung in den Mekong sehen.
Danach ging es wieder zurück zum Hotel. Allerdings hatte unser Tuk-Tuk Fahrer uns wohl nicht ganz richtig verstanden, obwohl wir auf der Karte gezeigt hatten wohin wir wollten. Und so brachte er uns nicht zu dem Markt bei uns an der Ecke sondern zum Russenmarkt fast am anderen Ende der Stadt. Somit kamen wir in den Genuss einer halben Stadtrundfahrt.
Da Marleen noch Ihre Hausarbeit schreiben muss, bin ich dann abends noch mal alleine zu Fuß die Gegend erkunden gegangen. Es ist schon interessant mitzubekommen wie so langsam die Stadt nach dem Sonnenuntergang ruhiger wird. Die Hektik auf den Straßen wird weniger und die meisten Kambodschaner sitzen bei den Straßenständen und essen zu Abend. Allerdings bekommt man auch das Elend dieser Stadt mit. Kinder die mit großen Karren durch die Straßen laufen und Plastikflaschen und Pappe aufsammeln. Und zwischendurch hängen Leute in Hängematten die sie zwischen zwei Pfählen aufgespannt haben.
(Bilder folgen)